Pfadfinderaktion ‘Zeit zum Bäume pflanzen‘ 
 

Marktplatz

Auf unserem Marktplatz habt Ihr und wir die Möglichkeit, (fast) alles zu kommunizieren, was im Rahmen dieser Aktion für Andere von Interesse ist.

Beispiele für Gesuche:

- Die Forstverwaltung/der Naturschutzverband/ die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald suchen Hilfe bei dringend nötigen Pflanzaktionen in…
- Die Pfadfinder/innengruppe in … möchte in ihrer Umgebung Baumpflanzaktionen durchführen, möglichst mit dem Angebot einer Unterkunft oder eines Lagerplatzes.

Beispiele für Angebote: 

- Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald bietet bundesweit in ihren Landesverbänden Pflanzprojekte an, Details unter www.sdw.de
- Die Stiftung Naturschutz SH sucht Gruppen für artgerechte Bepflanzungen in Schleswig-Holstein und Hamburg, Details unter www.stiftungsland.de
- Die Loki-Schmidt-Stiftung, Hamburg, sucht Gruppen für das Elbtal-Auen-Projekt, Details: www.loki-schmidt-stiftung.de 

Ich möchte für eine Teilnehmergruppe folgende Sachspende zur Verfügung stellen:...

Beispiele für Berichte:

- Pflanzaktion des Stammes Wildenburg, Pfadfinderbund Süd, Buchen/Odenwald. Der Bericht erschien am 17.3.20 in den Fränkischen Nachrichten, Verfasser + Fotograf ist Martin Bernhard.
- Kurzgeschichte zur Pfadfinderaktion ‚ZzBp‘ zum Treffen in Hamburg von frischo und Ingo mit Jörg Krautmacher (Vorstand Deutscher Pfadfinderverband, DPV und Pfadfinder-Hilfsfond, PHF) und einigen Gruppenleitern und Altpfadfindern am 5.8.2021.

Beiträge bitte an: pfadfinderaktion-zzbp@gmx.de


Pflanzaktion des Stammes Wildenburg, Pfadfinderbund Süd, Buchen/Odenwald, zu. Der Bericht erschien am 17.3.20 in den Fränkischen Nachrichten (Auszüge), Verfasser und Fotograf ist Martin Bernhard.

Deutschlandweite Aktion. Pfadfinder des Stammes Wildenburg setzten 100 Buchen und 25 Esskastanien bei Bötigheim ein. 125 Bäume an einem Tag gepflanzt. … Sie beteiligten sich damit an einer deutschlandweiten, großen Aktion vieler großer Pfadfinderverbände. Rund 20 Pfadfinder aus Buchen zogen am Samstagnachmittag in ein Waldstück entlang des Hechenibachs bei Bödigheims, um Bäume zu pflanzen. Das Waldstück war durch die vergangenen heißen und trockenen Sommer sowie durch den Borkenkäfer stark geschädigt worden. Waldbesitzer Erich Kniel, selbst langjähriger Pfadfinder, hatte sich von Fachleuten beraten lassen, welche Baumarten in Zeiten des Klimawandels auf diesem Boden gut gedeihen würden. Durch das Waldstück fließt der Hechenibach. Der Boden ist daher sehr feucht und teilweise morastig. Er speichert auch in trockenen Zeiten relativ lange noch Wasser. Kniel besorgte deshalb hundert Buchen- und Esskastanien-Pflanzen. Die Kinder und Jugendlichen hoben mit dem Spaten Löcher aus und setzten die Pflanzen ein. Gruppenführer Thomas Philipp wies die Kinder darauf hin, dass es Jahrzehnte dauern werde, bis aus den Pflanzen große und kräftige Bäume gewachsen seien. ‚Von unserer Arbeit heute profitieren Eure Kinder und Enkelkinder‘ sagte er mit Bick auf die Zukunft. Der Initiator der Baumpflanzaktion wohnt fast 600km entfernt von Buchen, Ingo Ernst aus Hamburg vom ‚Verband Deutscher Altpfadfindergilden‘ kam schon 2019 auf diese Idee: ‚Wald reduziert das Kohlendioxid in der Luft. Deshalb lasst uns Bäume pflanzen.‘ appelliert er an die Mitglieder der Pfadfinderverbände….

Anmerkung: Die Gruppe konnte die Aktion noch vor den durch den Coronavirus entstandenen Beschränkungen durchführen. Der Stammesführer Thomas Philipp schrieb:…am Samstag konnten wir noch die Baumpflanzaktion durchführen. Leider ruht jetzt auch die Gruppenarbeit bei uns. Wir hatten aber viel Freude am Pflanzen. Denn worum man sich gekümmert hat, das wird einem wichtig. Und so laufen jetzt bestimmt 20 Pfadfinder mit einem anderen Blick für junge Pflänzchen durch den Wald.


Kurzgeschichte zur Pfadfinderaktion ‚ZzBp‘ zum Treffen in Hamburg von frischo und Ingo mit Jörg Krautmacher (Vorstand Deutscher Pfadfinderverband, DPV und Pfadfinder-Hilfsfond, PHF) und einigen Gruppenleitern und Altpfadfindern am 5.8.2021.

Bei ‚Pfadfinders‘ macht es sich immer ganz gut, den klugen Lord Baden-Powell zu zitieren: Zu seinen Pfadfinderregeln gehört, wie wir sicher noch in Erinnerung haben:

‚Der Pfadfinder schützt Pflanzen und Tiere‘

Und damit wären wir schon beim Thema: vor 120 Jahren war ja von Erderwärmung und Klimaschutz noch keine Rede, heute sind das hochaktuelle Probleme, von denen wir täglich hören, sehen und die zu energischem Handeln zwingen.

Ich muß bekennen, dass mich diese Entwicklung nicht unberührt gelassen hat und es schon Anfang 2018 Gespräche mit Pfadfinderfreunden gab, die diese Sorgen teilten. Mit ihnen wurde ein Konzept entwickelt, das helfen soll, mit den bewährten Methoden der Scouts gegenzusteuern. Übrigens war das deutlich vor den Greta-Thunberg-Demonstrationen.

Lasst mich kurz schildern, was bisher erreicht wurde, was geplant ist und wie sich jeder von uns engagieren kann.

Zielgruppe sind bundesweit Pfadfinderinnen und Pfadfinder jeden Alters und jeder Mitgliedschaft in den verschiedenen Verbänden der deutschen Pfadfinderbewegung. Ziel ist es, Pfadfinderinnen und Pfadfinder zu einem aktiven Engagement für die dringend nötigen Klimaschutzmaßnahmen zu ermutigen, hierzu das ‚Handwerkszeug‘ der internationalen Pfadfinderbewegung, z.B. das Sippensystem, die Teamarbeit, zu verwenden und dabei auch die Vorteile einer konstruktiven Zusammenarbeit der Generationen zu nutzen. Und, nicht zuletzt, zu beweisen, dass zukunftsorientiertes und friedliches Handeln Spaß machen kann. Die Idee ist eigentlich so naheliegend, daß auch jeder von uns hätte darauf kommen können!

Als ersten Schritt nahm ich mit Forstverwaltungen, Landesnaturschutzverbänden, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und verschiedenen Naturschutzstiftungen Kontakt auf, um herauszufinden, ob überhaupt an einer derartigen Zusammenarbeit mit Pfadfindern Interesse besteht und wie man sich nützlich einsetzen kann. Die Resonanz war höchst erfreulich, eine Ausnahme machten lediglich einzelne Revierförster, die es einfacher fanden, die Waldarbeiter zu ‚importieren‘.

Dann ging es darum, die Idee und die ersten Ergebnisse den Verbandsleitungen der fünf ‚Ringbünde‘, dem DPV und selbstverständlich dem VDAPG als Verband erwachsener Pfadfinderinnen und Pfadfinder zu ‚verkaufen‘. Die Reaktion des VDAPG-Vorsitzender Helmut Reitberger kam postwendend und war sehr positiv. Etwas länger brauchte die Zustimmung des BdP, des DPV, der DPSG und der VCP. Die katholischen Pfadfinderinnen sind noch zurückhaltend, von dem muslimischen Pfadfinderverband gab es noch keine Antwort.

Um für die teilnehmenden Gruppen auch finanzielle und materielle Anreize zu schaffen nahm ich Kontakt zu den großen Pfadfinderstiftungen auf. Das sind die BdP-nahe Stiftung Pfadfinden und der DPV-nahe Pfadfinder-Hilfsfond. Die Stiftung Pfadfinden stellt den ersten 20 teilnehmenden Gruppen insgesamt € 2.000.- zur Verfügung, der PHF unterstützt ohne Obergrenze alle teilnehmenden Gruppen mit je € 100.- und hat für Werbungskosten zusätzlich € 200.- auf das Baumpflanz-Sonderkonto überwiesen. Auch die Evangelische Stiftung Pfadfinden ist jetzt mit im Boot und fördert mit insgesamt €1.000.- zehn Teilnehmergruppen. Mit den ‚Freunden und Förderern der DPSG‘ sind wir noch in Verhandlungen. Alle Förderungen gehen direkt an die Gruppen. Diese Förderstrukturen entsprechen unserem Finanzierungskonzept. In Bezug auf die anderen Kosten vertrauen wir voll auf die Spendenbereitschaft von Eltern, Freunden, Altpfadfindern und wir sind zuversichtlich, daß sie dieses Vertrauen auch rechtfertigen. Ein eigenes Spendenkonto wurde im Oktober 2019 eröffnet. Soviel erst einmal zum Finanzierungskonzept.

Grundlage für das Gelingen der Aktion ist ein intensiver Informationsaustausch. Die wichtigsten Adressaten sind die Verbandsleitungen und die einzelnen Förderorganisationen, die wir bitten, unsere Informationen auf ihre Internetseiten und auf den schnellen Kommunikationswegen an die Bundes- und Stammesleitungen weiterzugeben. In der VDAPG-Verbandszeitschrift ‚die gilde‘ fanden sich in allen Ausgaben der vergangenen vier Quartale Berichte und Informationen zu unserer Pfadfinderaktion. Der Spurbuchverlag veröffentlicht im ‚Scouting-Newsletter‘ die zur Verfügung gestellten Informationen. Hiermit wurden alle deutschen und deutschsprachigen Pfadfinder erreicht.

Zum Jahresbeginn war ein Werbeblatt verfügbar, in dem die wichtigsten Informationen für die Pfadis, gute Fotos und praktische Anleitungen zusammengestellt sind. Dazu war ein markantes und einprägsames Logo zu entwickeln. Frischo stellte die Verbindung zu einem bekannten Architekt, Künstler, Altpfadfinder in München her, Hartmut Keyler, und nun paßt es: markant, genial, nur das Wesentliche darstellend. Sein Logo steht am Anfang unseres Faltblatts.

Zur Gliederung des Werbeblattes, das durch gute Fotos aufgelockert ist:

- Das Motto der Aktion
- Projektidee und Zielsetzung
- Was könnt ihr nun tun?
- Unser Dank für Euren Einsatz
- Und wie wird das alles organisiert, finanziert?
- Spendenkonto, Kontakt, Unterstützer, Bildnachweise, alles gedruckt auf baumfreiem Papier

Für Euch und zur Weitergabe an Pfadfinderinnen, Pfadfinder und Freunde habe ich einige Exemplare mitgebracht. –

Im Dezember war dann auch die Internetseite ‚pfadfinderaktion-zzbp.de‘ fertiggestellt, schaut sie Euch an. Wir konnten schon in den ersten 4 Wochen eine vierstellige Besucherzahl registrieren!

Wie ist nun der heutige Stand der Aktion und was ist für die nächsten Wochen geplant? Zuerst muß dann das Wörtchen ‚Corona‘ fallen. Im Dezember 2019 war bei uns und bei vielen Gruppen alles vorbereitet, Pflanzflächen z.B. in Hamburg und Umgebung festgelegt und bei der Übergabe des Friedenslichtes im Rathaus auch die volle Unterstützung der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank erreicht worden. Aus der Ein-Mann-Initiative entwickelte sich ein kleiner Arbeitskreis, im Odenwald zog am 14.März 2020 die erste große Pfadfindergruppe los, um Buchen und Esskastanien zu pflanzen. Diese Aktion wurde übrigens von Euch, vom PHF unterstützt! - In meinem Kalender findet sich am 13.März die Eintragung: ‚Corona-Virus! Schluß mit Party‘.

Über die Einschränkungen für das Gruppenleben muß ich Euch nicht viel erzählen, auch uns und unsere Aktion hat die Pandemie voll getroffen. Nur, wenn man eine gute Portion Zuversicht besitzt, kann man auf langfristige Lockerungen der zahlreichen Vorschriften hoffen. Diese Zuversicht fehlt uns nicht, auf jeden Fall gehören wir nicht zu denen, die sagen ‚Man kann ja doch nix tun!‘

Wir sind intensiv dabei, die Gruppenleiter, die Verbandsführungen zu ermutigen, jetzt konkrete Pläne zu machen für ‚die Zeit danach…‘ Für die unmittelbar bevorstehenden Pflanzzeiten ab Ende Oktober, für die Einstimmung der Gruppen auf diese wichtige Aktion, für die Kontaktaufnahme mit Förstern, Naturschutzorganisationen und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, nicht zuletzt mit den Förderern, die den Einsatz der Gruppen auch finanziell fördern möchten.

Parallel dazu werden die Organisationsstrukturen für die wachsenden Aufgaben geschaffen: im September soll der gemeinnützige Verein ‚Pfadfinderaktion Zeit zum Bäume pflanzen‘ e.V. gegründet werden und die steuerliche Anerkennung für das Jahr 2021 realisiert sein.

Nun zu Eurer Frage ‚Was können wir denn jetzt tun?‘ Dazu können wir vorab schon einmal klären, was wir, was Ihr, nicht tun könnt. Wenn Ihr körperlich nicht mehr dazu in der Lage seid, mit Spaten und Hacke in den Wald zu ziehen, dann gibt es noch einige Alternativen:

Als Erstes kann man sich mit seinen Fähigkeiten und persönlichen Verbindungen einbringen, hier sind einige Bereiche genannt, für die Ältere in den Pfadfinderbünden, Altpfadfinder/innen, Freunde, Bekannte, Experten dringend gesucht werden:

- Kontakte zu den einzelnen Bünden (DPSG, VCP, BdP, PSG, DPV, BMPPD)
- Kontakt zu Naturschutzverbänden, Forstverwaltungen
- Interne Kommunikation
- Öffentlichkeitsarbeit
- Pressearbeit
- Internetauftritt
- Werbung, offensiv, selbstbewußt, zukunftsorientiert
- Sponsoring
- Finanzen
- Rechtsfragen der teilnehmenden Pfadfindergruppen

Es ist jetzt die Zeit, ein starkes und in guter Pfadfinderfreundschaft verbundenes Team aufzubauen, das die Organisation dieser wichtigen Aufgabe in die Hand nimmt.  Dazu ist der Anfang gemacht, aber für diese große Aufgabe ist auch Eure persönliche Unterstützung erforderlich. So bitte ich Euch, ‚wohlwollend‘ zu prüfen, ob ihr nicht ein kleines Segment Eurer Zeit reservieren könnt, um einen sinnvollen, zukunftsorientierten und zutiefst friedlichen Beitrag zum Erhalt unserer Natur zu leisten. In unserem Team ist das möglich!! Laßt Euch ermutigen, Euch in Eurem Fachbereich/Lieblingsbereich einzubringen oder sprecht Freunde, Bekannte, Experten an.

Nun zur zweiten Möglichkeit, sich zu engagieren: Bei allem ehrenamtlichen Einsatz ist ‚ohne Moos nix los‘. In Zeiten jämmerlicher Zinsen und bescheidener Renditen sind Investitionen in das Zukunftsprojekt ‚Bäume pflanzen‘ echte Alternativen! Die Einzelheiten des  Sonderkontos für Spenden findet Ihr auf der Rückseite des Faltblattes.

Also: es gibt wirklich für jeden etwas, mit dem sie/er sich nützlich machen kann. Laßt mich alles zusammenfassen:

- Die großen, im Naturschutz tätigen Organisationen unterstützen die Aktion
- Die Verbands- und Bundesleitungen der großen, deutschen Pfadfinderinnen- und Pfadfinder-Organisationen haben positiv und konstruktiv reagiert.
- Die großen Pfadfinderstiftungen stärken uns den Rücken
- Hamburger Pfadfinderinnen und Pfadfinder steigen in konkrete Projekte ein
- Unterstützer außerhalb unserer Organisationen signalisieren uns Sympathie und Hilfe
- Erwachsene Pfadfinderinnen und Pfadfinder helfen mit Siegerpreisen und Spenden
- Die Aktion darf mit starken Projektpartnern durchgeführt werden: Dem ‚Verband Deutscher Altpfadfindergilden‘, ‚Scouting und dem Spurbuchverlag‘, der ‚Schutzgemeinschaft Deutscher Wald‘, der Stiftung Pfadfinden, dem Pfadfinder Hilfsfond, der Evangelischen Stiftung Pfadfinden, der Loki-Schmidt-Stiftung in Hamburg

Viele reden von Klimaschutz, Pfadfinderinnen und Pfadfinder tun etwas. Helft, unser Motto in die Tat umzusetzen!

Ingo.